Same Skies

Zusammen haben wir es geschafft!

Wir sind überglücklich, euch mitzuteilen, dass 154 wunderbare Gönnerinnen und Gönner unsere Challenge 2018 zu einem Erfolg gemacht haben, indem sie $25,217 dafür gespendet haben!

Same Skies bedankt sich herzlich bei EUCH ALLEN für eure unglaubliche Unterstützung! Dank unseren enthusiastischen Kampagnen-Aktivistinnen und Aktivisten konnten wir ein vielfältiges Netzwerk von engagierten Leuten mobilisieren und das Ziel der Challenge 2018 erreichen. Die Weiterführung unserer Projekte in Malaysia bis Ende Jahr ist damit möglich geworden. Wir werden euch durch unseren Newsletter und unsere sozialen Medien über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Wir sind zu tiefst berührt, dass so viele Leute rund um die Welt sich für Geflüchtete in Malaysia einsetzen. Gemeinsam mit den Geflüchteten können wir eine Veränderung in ihrem Leben erwirken.

Im ersten Quartal des Jahres begannen zwei neue Vorstandsmitglieder und eine neue Länderkoordinatorin in Malaysia ihre Arbeit, das Projekt in Johor Bahru machte Fortschritte und wir besuchten unsere Freunde in Indonesien im Refugee Learning Center & Refugee Learning Nest.

Der malaysische Vorstand begrüsst zwei neue Mitglieder: Zulaikha Zulkifle und Danial Ridzwan Ali Bakri. Amanda Helga Fernandez hat als neue Länderkoordinatorin Anfangs März gestartet. Neben ihrer neuen Stelle bei Same Skies absolviert sie ein Fernstudium in "Designing Strategies and Projects in Humanitarian Action" am Geneva Centre for Education and Research in Humanitarian Action (CERAH).

Im September 2017 haben wir eine Gruppe von Geflüchteten aus dem Yemen getroffen, um Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit auszutauschen. Zu Beginn dieses Jahres haben wir ein Treffen zwischen Männern, Frauen und Kindern aus dem Yemen, dem Sudan und Syrien organisiert, um ihre Bedürfnisse und Herausforderungen zu erfahren. Die gesammelten Informationen bilden die Basis für die Zusammenarbeit zwischen den Geflüchteten und Same Skies. Eine der grössten Herausforderungen für diese Gruppe liegt in den inoffiziellen Jobs der Geflüchteten. Daraus folgen tiefe Löhne, die es erschweren, alltägliche Ausgaben zu decken. Dazu kommt, dass die Betroffenen aufgrund der inoffiziellen Anstellungen keine Gesundheitsversicherung für sich selber und ihre Familien erhalten. Weitere Herausforderungen sind der Mangel an Zugang zu bezahlbarer Bildung für ihre Kinder und sich selber. Zudem ist es schwierig, eine erschwingliche Gesundheitsversorgung zu erhalten. Same Skies trifft nun regelmässig eine kleine Gruppe von Geflüchteten, die bereit sind, diese Herausforderungen anzugehen. Wir begannen die Zusammenarbeit mit einem Training in "Project Cycle Management", welches die strategische Planung und Durchführung des Projekts in Johor Bahru zum Ziel hat. Die Gruppe startet ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel, den Lebensunterhalt der Geflüchteten in Johor Bahru durch das Angebot von Englisch- und Malay-Sprachkursen, Computerkursen und Berufsbildungskursen für Erwachsene zu verbessern. Diese Aktivitäten können sich im Verlauf des Projekts auch noch verändern.

HOST International und dem Rotary Club Hall danken wir herzlich für ihre grosszügige Unterstützung dieses Projektes.

Verbindungen zwischen Leuten aufzubauen, Wissen zu teilen und voneinander zu lernen sind wichtige Bestandteile unserer Arbeit bei Same Skies. Deswegen haben wir ein virtuelles Treffen zwischen Abdullah vom Refugee Learning Center in Indonesien und Yahya, einem Mitglied der Pojektgruppe in Johor Bahru, organisiert. Abdullah berichtete über seine Erfahrungen im Aufbau eines Gemeinschaftszentrums und erklärte, welche Herausforderungen sie zu Beginn überwinden mussten. Wir waren erfreut über diesen tollen und informativen Austausch und möchten solche Verbindungen zwischen Geflüchtetengemeinschaften über Ländergrenzen hinweg weiter fördern.

Unsere internationale Direktorin, Julia Frei, reiste nach Indonesien und traf den neu gegründeten Vorstand Same Skies Indonesien. Sie diskutierten die Strategie und trugen Ideen für neue Projekte zusammen. Unsere Freunde des Refugee Learning Centers und des Refugee Learning Nests begrüssten Julia Frei und Tracey Donehue (Teacher Trainer) herzlich und tauschten neuste Entwicklungen aus. Wenn ihr über das Coaching Programm nachlesen möchtet, welches Same Skies mit den Mitgliedern des Refugee Learning Centers absolviert, folgt diesem Link. Die Lehrer und das Management Team vom Refugee Learning Center mit Julia Frei (internationale Direktorin) und Tracey Donehue (Teacher Trainer). Herzlichen Dank für eure Unterstützung!

Same Skies wird 3!

Wir blicken auf die Highlights des Jahres zurück!

Dieses Jahr brachte mehr Austausch und Zusammenarbeit mit unseren Partnern, Fortschritte in neuen und alten Projekten, Wachstum und natürlich viel Arbeit für unser immer grösser werdendes Team!

Same Skies wurde erfolgreich in Malaysia und Indonesien registriert und wir haben neue Vorstandsmitglieder aus beiden Ländern 
bei Same Skies International willkommen geheissen. 

 

Transformative Leadership in Action wird ab Juni 2018 in Zusammenarbeit mit dem Border Crossing Observatory der Monash UniversitätHOST InternationalBOOKBRIDGE & KYS Business School angeboten.  

Dieses 7-monatige Teilzeitprogramm mit einem Modul in Malaysia richtet sich an Führungskräfte aus verschiedenen Arbeitsbereichen. Die Teilnehmenden werden mit- und voneinander lernen und gleichzeitig durch den Aufbau eines Flüchtlingszentrums einen nachhaltigen sozialen Beitrag leisten.
Mehr Informationen hier: www.sameskies.org/leadership

 

The Refugee Collaboration Network wurde im September 2017 gegründet, um verschiedene Flüchtlingsgruppen in Kuala Lumpur (Malaysia) zusammen zu bringen. Gemeinsam haben wir vier Ziele festgelegt, die bis Ende 2018 erreicht werden sollen. Das Hauptziel ist es, die Dienstleistungen und Aktivitäten der Gruppen in Bezug auf Qualität, Relevanz, Reichweite und Nachhaltigkeit zu verbessern. Um dies zu erreichen, kommen wir jeden Monat für zweitägige Trainingsworkshops zusammen. Diese decken 
unterschiedliche Themen ab, um die organisatorischen und pädagogischen Fähigkeiten der Gruppen zu bestärken. Zusätzlich bieten wir zwischen den Trainings Coaching via Skype an. 

 

The Rohingya Women Empowerment Project hat im Oktober begonnen und ist teilfinanziert durch UNHCR Malaysia. Das Ziel des Projektes ist es, nachhaltige Einkommensquellen mit und für die Frauen zu schaffen. Zu Beginn haben wir die Interessen und Fähigkeiten der Teilnehmerinnen analysiert, um davon mögliche Geschäftsideen abzuleiten. Nun besuchen wir die Rohingya Frauen alle drei Wochen, um diese Ideen weiterzuentwickeln und auszubauen. Das Projekt ist ein Versuch, den Teilnehmerinnen dabei zu helfen, selbstständiger zu werden und ihre Zukunft selber gestalten zu können. 
Rohingya Society Malaysia stellt uns jeweils die Räumlichkeiten für unser Training zur Verfügung.

 

Zu Beginn des Jahres haben wir unsere indonesischen Projekte - Refugee Learning NEST & Refugee Learning CENTER - erfolgreich an die leitenden Flüchtlingsgruppen übergeben. 
Das Highlight unseres Besuches war eine wunderbare Abschlussfeier. Anstatt traurig zu sein, dass das Projektes für Same Skies zu Ende gekommen war, haben wir den Erfolg des Zentrums und den Beginn ihrer vollständigen Unabhängigkeit gefeiert. Die Freiwilligen haben Medaillen und Zertifikate für ihr tolles Engagement erhalten.

 

Trotz der Übergabe unterstützen wir Refugee Learning Center weiterhin durch unser Coaching Programm. Darin bieten wir den Lehrpersonen und LeiterInnen individuelle monatliche Coachingsitzungen über Skype an, um sie mit der nachhaltigen Leitung des Zentrums zu unterstützen.

Startschuss für unser neues UNHCR-Projekt für Rohingya Frauen

Unser neues Projekt unterstützt Rohingya Frauen bei der Entwicklung von Einkommensquellen

 

Letzten Monat haben wir unser erstes vom UNHCR finanziertes Projekt in Ipoh (Malaysien) gestartet. Dieses Projekt ist Teil einer mehrjährigen UNHCR Strategie, welche lokale NGOs in die Zusammenarbeit mit geflüchteten Rohingya einbezieht. Das Projekt dauert sechs Monate und verfolgt das Ziel, gemeinsam Initiativen zu entwickeln, welche die Frauen nachhaltig bei der Bestreitung ihres Lebensunterhalts unterstützen. Wir konnten bereits zwei Besuche vor Ort durchführen. Dabei ging es in erster Linie darum, die persönlichen Lebensumstände, Interessen und Fähigkeiten der beteiligten Frauen zu identifizieren und daraus erste Businessideen zu entwickeln.

Bis Ende März 2018 werden wir die Frauen nun alle drei Wochen besuchen, um diese Businessideen in nachhaltiges Einkommen umzuwandeln. Langfristig sollen mit diesem und weiteren Projekten des UNHCR's Themen wie häusliche Gewalt angegangen werden. Eine Studie der Universität New South Wales hat 750 Rohingya Familien in der Region Ipoh untersucht und herausgefunden, dass 60% der Frauen und Kinder häusliche Gewalt erlitten haben. Das Fehlen von Bildung führt des Weiteren zur Verarmung der Mehrheit der befragten Familien. 

Unser Rohingya Frauen Empowerment Projekt ist ein erster Versuch, diese Frauen in ihrem Alltag zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, ihre eigene Zukunft zu gestalten.

Geflüchtete Rohingya in Malaysien

Im Februar 2017 waren 149'496 Geflüchtete beim UNHCR Malaysien registriert (UNHCR Malaysia Factsheet, February 2017). Davon sind 133'263 aus Myanmar mit einer Mehrheit der Ethnie der Rohingya angehörig.


Die Rohingya werden seit Jahrzehnten von der Regierung in Mayanmar verfolgt, was immer wieder zu gewaltsamen Konflikten zwischen dem Militär und Gruppierungen der Rohingya führt. Des Weiteren werden sie in ihrem Alltag diskriminiert und von einem gewöhnlichen Leben abgehalten, da sie vom Staat als illegale Migranten angesehen werden. Als solche besitzen sie keine Staatsangehörigkeit in Myanmar und haben dadurch keinen Zugang zu Bildung oder anderen Bürgerrechten wie dem Stimmrecht.

 

Die Rohingya sind eine der am meisten verfolgten Bevölkerungsgruppen in Südostasien und werden international als staatenlos anerkannt. Seit den 1980er Jahren suchen sie Schutz in Bangladesch, Thailand, Malaysien und Indonesien.

Ein neues Flüchtlingsnetzwerk in Kuala Lumpur

Verschiedene Flüchtlingsgemeinschaften kamen in Kuala Lumpur zusammen, um gemeinsam neue Wege zu gehen.

 

Letzten Monat brachte Same Skies neun Flüchtlingsgruppen aus Afghanistan, Jemen, Pakistan, Somalien, Sri Lanka, Sudan und Syrien zusammen. Die Teilnehmenden tauschten sich aus, teilten Informationen und diskutierten potenzielle Zusammenarbeit zwischen ihren Gemeinschaften, um effizienter zu arbeiten und mehr soziale Wirkung zu erzielen. Same Skies wird sich zwölf Monate für dieses Projekt engagieren, um die gemeinsam festgelegten Ziele zu erreichen:
 

  • Stärkung organisatorischer Fähigkeiten durch Training in Management und Administration durch Weiterbildungen für Lehrpersonen

  • Verbesserung der pädagogischen Fähigkeiten durch gesteigerte Kooperation und KommunikationIntensivere Zusammenarbeit zwischen den Gruppen

  • Bewusstseinsförderung in der malaysischen Bevölkerung durch die Organisation von interkulturellen Events 


Wir danken allen für ihr Engagement und die positive Energie! 

Coaching-Programm in Indonesien

Wie Sie wissen, hat Same Skies das Refugee Learning Center in Indonesien über 12 Monate unterstützt. Wir sind sehr stolz darauf, dass die freiwiligen MitarbeiterInnen aus der Flüchtlingsgemeinschaft das Zentrum nun unabhängig von uns auf produktive Art und Weise weiterführen. Was Sie vielleicht nicht wissen, ist, dass wir die Freiwilligen weiterhin durch regelmäßige Coaching-Sessions über Skype unterstützen. Unser Coaching-Programm soll ein Forum für die Freiwilligen sein, um individuelle Fragen zu stellen und Unklarheiten oder Unsicherheiten zu klären, welche spezifisch zu ihren jeweiligen Rollen gehören. Bisher ist das Programm auf sehr viel Interesse gestossen und hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen.

Die Freiwilligen kommen zu den Coaching-Sessions mit einer Liste von Punkten, welche sie gerne diskutieren möchten. Dabei handelt es sich meist um Mangementfragen, Strategien und Unterlagen für den Unterricht, Umgehen mit verschiedenem Verhalten der Teilnehmenden, Fragen aus dem vorherigen Same Skies Training und die Verbesserung ihrer eigenen Englischkenntnisse.

Es freut uns zu hören, dass die Lehrpersonen Strategien aus unserem Training erfolgreich im Unterricht umsetzen: "Ich mache immer die Übungen, die du mir gezeigt hast. Ich gebe ihnen [den SchülerInnen] Gelegenheit zu sprechen. Am Anfang waren sie schüchtern wie ich, als du mich zum ersten Mal getroffen hast. Aber jetzt sprechen sie ein wenig und haben Spass" (Englisch-Lehrerin - übersetzt aus dem Englischen).

Die Freiwilligen sprechen auch oft davon, wie gern sie die SchülerInnen haben und wie viel Erfüllung sie selbst aus dem Unterricht bekommen: "Sie sind so intelligent, ich schätze sie sehr"; "Ich liebe sie wie meine eigenen Kinder"
(Primarlehrerin - übersetzt aus dem Englischen).

Wir möchten Sie daran erinnern, dass die Lehrpersonen selbst Geflüchtete sind und sie ihren Gemeinschaften auf ehrenamtlicher Basis dienen. Die Coaching-Sessions zeigen, dass sie dies nicht nur tun, um sich selbst zu beschäftigen, sondern dass sie ein echtes Interesse daran haben, zu unterrichten und anderen zu helfen. Ihre Hingabe und Professionalität trotz der widrigen Umständen ist ausserordentlich. Same Skies wird ihrer wertvollen Arbeit durch die Coaching-Sessions zur Seite stehen solange sie dies möchten.

Wir hatten dem Team von Refugee Learning Nest das gleiche Angebot gemacht, aber sie haben beschlossen, dass sie bereit sind, das Zentrum unabhängig zu führen, und dass sie unsere Hilfe nicht mehr benötigen. Wir sind sehr stolz auf all ihre Fortschritte und würden sie jederzeit wieder unterstützen, falls sie unsere Hilfe wieder brauchen sollten.

Die ersten von Flüchtlingen-geführten Zentren an Gemeinschaften in Indonesien übergeben

Geschäftsführerin, Julia Frei, Bildungsexperte, Bradley Short und der Vizepräsident des neu gegründeten malaysischen Vorstandes, Wei Tan Zheng, sind gerade von einem letzten Besuch beim Refugee Learning Center & Refugee Learning Nest in Indonesien zurückgekehrt.

Ein extra grosses Dankeschön an Wei Tan Zheng und Abdullah Sarwari (Refugee Learning Center), die unzählige Stunden Filmmaterial aufgenommen haben und nun ein kurzes Video über unsere Arbeit machen, das bald veröffentlicht wird!

Der Höhepunkt unseres Besuches war eindeutig ein fantastischer Feiertag, den wir mit dem Team des Refugee Learning Centers verbrachten. Wir sind unglaublich stolz darauf, dass wir es gemeinsam geschafft haben, die Fähigkeiten und Ressourcen soweit zu stärken, dass wir nicht mehr gebraucht werden, und dass das Team nun unabhängig von Same Skies weiter arbeiten kann. Aber anstatt über unseren letzten Besuch traurig zu sein, haben wir uns entschlossen, unsere gemeinsamen Erfolge und den Beginn unseres neuen Partnerschaftsabkommens für dauerhafte Freundschaft und Zusammenarbeit zu feiern. Wir haben köstliches afghanisches Essen zusammen genossen, Spiele gespielt, im Pool gebadet und bis in die Nacht hinein geplaudert... Und Same Skies verlieh jedem Flüchtling eine Medaille und ein Exzellenzzertifikat, um ihr Engagement für die Gemeinschaft zu würdigen.

Refugee Learning Center wird nach wie vor Geld sammeln müssen, um ihre laufenden Kosten zu decken, und wir möchten Sie ermuntern, die Gruppe weitertin zu unterstützen. Vielen Dank!

Vor der Abschiedsfeier haben wir zudem einige abschliessende Trainingsworkshops mit dem Team des Refugee Learning Centers durchgeführt, um ihnen zu helfen, demokratische Entscheidungen in der Gruppe zu fällen, und um sich auf eine organisatorische Vision & Ziele zu einigen. Das Ergebnis war ziemlich beeindruckend:

Vision: Eine befähigte, gebildete und vielfältige Flüchtlingsgemeinschaft:

  • Ziel 1: Bildung, die relevant ist, um Flüchtlinge auf die Zukunft vorzubereiten.

  • Ziel 2: Kommunikation und Kooperation zwischen Menschen verschiedener Kulturen.

  • Ziel 3: Sinnvolle Aktivitäten für die Flüchtlingsgemeinschaft.

  • Ziel 4: Entwicklung der Fähigkeiten der Freiwilligen.

 

Darüber hinaus führte Bradley Short eine Lektion zu "Gewohnheiten des Denkens & Resilienz" mit 60 Jugendlichen im Refugee Learning Center durch.

Leider ist unsere Beziehung zum Management-Team von Refugee Learning Nest in letzter Zeit etwas schwierig geworden. Wir haben festgestellt, dass das Vertrauen, das wir in den letzten Jahren aufgebaut hatten, untergraben wurde, seit Personalwechsel unter den Freiwilligen stattgefunden haben. Diese Veränderungen hatten einen grossen Einfluss auf die Offenheit und Ehrlichkeit der Kommunikation zwischen Refugee Learning Nest und uns, und deshalb konnten wir nur eine kurze Zeit mit dem Team verbringen und konzentrierten uns stattdessen auf die Zusammenarbeit mit Refugee Learning Center.

Unabhängig davon versicherte uns das Refugee Learning Nest, dass auch sie nun bereit sind, selbstständig weiter zu arbeiten. Wir wünschen dem Team alles Gute für die Zukunft.

Same Skies bereitet sich nun darauf vor, bald eine neue Gruppe von Flüchtlingen in Malaysia zu unterstützen. Bitte helfen Sie uns, indem Sie einen Beitrag zur laufenden Spendenkampagne auf unserer Website leisten!

 

Vielen herzlichen Dank!

November 2016: Erfolgreicher Feldbesuch in Indonesien

Wir sind gerade von einem weiteren Feldbesuch in Indonesien zurückgekehrt, wo wir Training für über 40 TeilnehmerInnen aus dem Refugee Learning Nest und Refugee Learning Center sowie VertreterInnen unserer Partner, dem Cipayung Refugee Educational Center, der Refugee Women Support Group Indonesia und anderen Flüchtlingszentren organisiert haben. Wir führten Workshops zu folgenden Themen durch:

  • Akademisches Englisch

  • Effektive E-Mail Kommunikation

  • Finanzanträge

  • Ethische Kommunikation

  • Soziale Medien & Umgang mit vertraulichen Daten

  • Vielfalt und Integration

  • Gewohnheiten des Denkens & Traumatische Erfahrungen

  • Erste Hilfe

  • Das Prinzip des Nicht-Schadens (Do-No-Harm)

Darüber hinaus hat unsere Trainerin, Tracey Donehue, Klassenzimmerbeobachtung durchgeführt und verschiedene Lehrmethoden vorgestellt, um den freiwilligen Lehrpersonen mit praktischer Unterstützung zur Seite zu stehen.

Unsere Gesundheitsberaterin, Sharon Low, bildete die neu gegründete Gesundheitsgruppe in Stress-Management und im Umgang mit häufigen Gesundheitsproblemen wie Dengue-Fieber, Krätze und Durchfall aus. Sie half ihnen auch, Kommunikationsstrategien zu entwickeln und ihre erste Gesundheitsförderung mit Mitgliedern der breiteren Flüchtlingsgemeinschaft zu führen.

Des weiteren half Geschäftsführerin, Julia Frei, den Teams, Kontakt mit einer aussergewöhnlichen 14-jährigen australischen Schülerin aufzunehmen, die sich dafür einsetzt, die Wahrnehmung von Flüchtlingen und Asylsuchenden in der australischen Bevölkerung zu verändern. Sie unterstützte das Refugee Learning Center zudem mit der Vorbereitung ihrer nächsten Spendenkampagne (die in den nächsten Tagen über ihre eigene Website gestartet werden sollte).
 
Die TeilnehmerInnen gaben erstaunliche Rückmeldungen über die Relevanz und die Nützlichkeit der Trainingsaktivitäten:
 

"Es war, als ob man von einem Arzt diagnostiziert wird
und schliesslich endlich die richtige Behandlung verschrieben bekommt."

Dank grosszügigen SpenderInnen in Australien und in der Schweiz konnten wir wieder Sachspenden wie Bücher, zwei Kameras, zwei Desktop-Computer und einen Laptop verteilen. Die Teams waren sehr glücklich, diese Gegenstände zu erhalten. Vielen Dank!

Wir hatten auch die Gelegenheit, uns mit unseren FreundInnen von Jesuit Refugee Services und Roshan Learning Center zu treffen. Vielen Dank für die fruchtbare Zusammenarbeit und Freundschaft!
 
Wie geplant war dies einer unserer letzten Besuche in diesen beiden Flüchtlingsgemeinschaftszentren, denn die Teams werden bereit sein, bis zum Ende des Jahres vollständig zu übernehmen! Es erfüllt uns mit Stolz, zu wissen, dass wir nicht mehr gebraucht werden, und dass sie in der Lage sein werden, ihre Aktivitäten mit Ihrer Unterstützung nachhaltig fortzusetzen!

Wir haben in letzter Zeit viele Anträge von neuen Flüchtlingsgruppen erhalten, die ähnliche Projekte starten möchten und unsere Unterstützung bei der Einrichtung von Gemeindezentren benötigen.

 

Bitte unterstützen Sie uns weiter, deren Träume eine Wirklichkeit werden lassen können! Vielen Dank!

August 2016: Same Skies beginnt ein Gesundheitsprogramm

Same Skies hat gerade einen weiteren Feldbesuch in Indonesien abgeschlossen. Diesmal wurde die Geschäftsleiterin Julia Frei begleitet von Gesundheitsberaterin Sharon Low und Projektassistentin Annisa Tauziri. Der Hauptzweck des Besuchs war eine Beurteilung der Gesundheitssituation und die Gestaltung eines Programms zur Gesundheitsförderung.

Frau Low und Frau Tauziri konsultierten achtzig Männer, Frauen und Kinder aus der Flüchtlingsgemeinschaft zu ihren häufigsten Gesundheitsproblemen, sowie zu Präventions- und Bewältigungsstrategien. Sie führten auch mehrere Interviews mit InformantInnen aus anderen Organisationen, sowie der indonesischen Gastgemeinschaft.

Nach der Beurteilung wurden zehn Freiwillige aus dem Refugee Learning Center und dem Refugee Learning Nest ausgewählt. Gemeinsam entwarfen sie ein Gesundheitsprogramm. Das Team wird monatlich Gesundheitsworkshops durchführen, sowie Gefahrenanzeichen und Symptome identifizieren und Flüchtlinge an bestehende Gesundheitsdienste überweisen.

Zudem haben wir eine ganztägige Schulung zum Thema Erste Hilfe und Notfallmassnahmen mit 40 TeilnehmerInnen durchgeführt und konnten die Teams mit praktischen Aufgaben wie Web-Design, Social-Media-Management, Crowdfunding und Kommunikation unterstützen. Wir trafen uns ausserdem mit unseren PartnerInnen aus Roshan Learning Center, Jesuit Refugee Services und UNHCR. Vielen Dank für eure Zussamenarbeit!

Darüber hinaus organisierten wir einen Kurs über den rechtlichen Prozess der Annerkennung des Flüchtlingsstatus' durch UNHCR, durchgeführt von unseren Freunden von "Suaka". Ein riesen Dankeschön an Trish Cameron und Zico Pestalozzi, dafür dass sie unsere Freiwilligen ausgebildet haben. Die Teilnehmenden waren sehr interessiert und sind nun in der Lage, andere mit wertvollen Informationen über den komplexen Prozess der Asylsuche in Indonesien zu unterstützen.

Dank einem grosszügigen Unterstützer in Singapur konnten wir zwei Laptops an die Gemeindezentren übergeben. Die Freiwilligen waren sehr dankbar, diese zu erhalten! Vielen Dank! Wir sind immer auf der Suche nach Sachspenden, wie gebrauchte Laptops, Kameras und andere IT-Geräte, sowie pädagogische Ressourcen, Schreibwaren usw. Bitte mailen Sie an connect@sameskies.org, wenn Sie einen Beitrag leisten möchten.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Ihnen allen für Ihre Beiträge danken! All dies wäre ohne Sie nicht möglich!

Last but not least, der grösste Dank geht an die Freiwilligen im Refugee Learning Nest und im Refugee Learning Center! Ihr seid unsere Familie; eure Stärke ist unsere Motivation, und eure Grosszügigkeit und Gastfreundschaft sind immer wieder überwältigend! Vielen Dank für eure Freundschaft und euer unermüdliches Engagement für die Gemeinschaft!

Mai 2016 : Zu Besuch bei Refugee Learning NEST und Refugee Learning CENTER

Dieses Mal hatten wir das Vergnügen, zwei neue Mitglieder in unserem Team begrüssen zu dürfen! Poppy Browne ist eine qualifizierte australische Sozialarbeiterin, die in den letzten Monaten in Indonesien gelebt hat. Tracey Donehue ist eine erfahrene australische Lehrerin, die zur Zeit in Vanuatu lebt. Beide verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Arbeit mit Flüchtlingen und Asylsuchenden und waren von unschätzbarem Wert bei der Gestaltung und Durchführung unseres Trainings.

Es war das erste Mal, dass wir mehrere Flüchtlingsgruppen gleichzeitig unterstützten - unser Vorzeigeprojekt "Refugee Learning Nest" (das Nest), unser neues Baby "Refugee Learning Center", sowie eine brandneue Gruppe "Cipayung Refugee Educational Center" genannt. Insgesamt waren wir für eine Trainingsgruppe von mehr als 40 TeilnehmerInnen!

 

Wir haben diverse Trainings durchgeführt in Fremdsprachendidaktik, Unterrichtsplanung, Führung und Gruppendynamik, Teambildung, Konfliktlösung und Mediation, Verhaltensmanagement, Projektmanagement, Budgetierung, Web Design, Fundraising & Spenderkommunikation, Fotografie, Ausbildung für Indonesisch-LehrerInnen, Yoga und Meditation. Darüber hinaus führte Tracey diagnostische Tests mit allen LehrerInnen durch und erarbeitete individuelle Studienpläne mit ihnen, um ihre eigenen Englischkenntnisse zu verbessern und damit auch ihre Fähigkeiten als Lehrpersonen. Während der ganzen Woche waren die TeilnehmerInnen sehr engagiert und wissbegierig, und wir möchten uns bei allen für ihre rege Teilnahme und wertvollen Beiträge bedanken! Es ist eine Freude, mit und von ihnen zu lernen!!

 

Wie immer lieferten wir auch Sachspenden aus, wie Laptops, Tablets, einen Fernseher und DVD-Player, eine Nähmaschine, Stoffe und Bastelmaterialien. Möglich wurde dies durch unsere grosszügigen UnterstützerInnen in Australien und der Schweiz. Vielen Dank!

 

Darüber hinaus hatten wir konstruktive Treffen mit anderen Akteuren, wie UNHCR Indonesien und Suaka (Indonesisches Zivilgesellschafts-Netzwerk für den Schutz von Flüchtlingsrechten). Wir diskutierten, wie wir enger zusammen arbeiten und unsere Aktivitäten koordinieren können, um unseren Einfluss zu erweitern und zu vertiefen.

 

Wir möchten den vielen Mitgliedern der Flüchtlingsgemeinschaft danken, die zu einem erfolgreichen Besuch beigetragen haben, indem sie für uns morgens Tee, Kaffee und Mittagessen kochten, abwuschen, putzten und diverse Dinge organisierten! Sie sind alle unglaublich!

 

Cipayung Refugee Educational Center ist ein neues Lernzentrum, das ohne externe Unterstützung durch eine Gruppe von Flüchtlings-Freiwilligen aufgebaut wurde. Sie haben derzeit 33 SchülerInnen in vier Klassen – und jeden Tag mehr. Die Gemeinschaft trägt bei, was sie können, aber die Einrichtungen und Ressourcen sind äusserst begrenzt. Die Gruppe hat Same Skies um Unterstützung angefragt, aber leider haben wir zur Zeit die finanziellen Mittel nicht (wir haben sie jedoch in unserem Training miteinbezogen). Bitte machen Sie Ihre Spende direkt an die Gruppe oder durch Same Skies. Vielen Dank!

November 2015: Ein grösseres Nest

Same Skies hat gerade einen weiteren sehr produktiven und erfreulichen Besuch bei unserem Projekt Refugee Learning Nest in Indonesien abgeschlossen. Wir waren sehr beeindruckt von dem anhaltenden Engagement und Teamgeist der Flüchtlingsgemeinschaft. Es war unsere erste Gelegenheit, den neuen Sportplatz zu bestaunen, den Freiwillige und Eltern buchstäblich aus dem Boden gestampft haben. Umgeben von einem hohen Zaun und Netz dient er als Mehrzweck-Spielplatz für Kinder und Erwachsene gleichermassen.

 

Wir sind zudem hoch erfreut zu berichten, dass das Nest jetzt eine zusätzliche Vor-Primar Klasse anbietet. Weitere freiwillige Lehrpersonen mit wertvollen Erfahrungen und Engagement wurden angeworben, um die Lernbedürfnisse der Kinder und die vorhandene Gruppe zu unterstützen. Dank grosszügiger Sachspenden konnten wir darüber hinaus weitere Lehrmittel und Kinderbücher ausliefern.

Die Kameradschaft dieser neu gebildeten Gemeinschaft zu erleben ist zutiefst berührend und ein weiterer Beweis für den Erfolg unseres Projektes. 

Des Weiteren unterstützt Same Skies neuerdings ein Programm zur Gesundheitsförderung und Gewaltprävention im Nest. Eine Gruppe von freiwilligen Frauen leitet die Aktivitäten, unterstützt von einem Arzt aus der Flüchtlingsgemeinschaft und zwei Gesundheitsexpertinnen des Same Skies Teams. Die Gruppe wird Workshops zu Gesundheits- und Hygienefragen, sowie beratende Hausbesuche durchführen, sowie auch Überweisungsverfahren zu bestehenden medizinischen Dienstleistungen entwickeln. 

 

Die kunsthandwerklichen Tätigkeiten wurden ebenfalls neu gestaltet, zum Teil dank der Sachspende von zwei brandneuen Nähmaschinen durch ein Schweizer Unternehmen. Die Instruktorinnen werden nun neuerdings Schneiderkurse anbieten und die Mitglieder der Gemeinschaft in der Herstellung ihrer eigenen Kleidung unterrichten. 

 

Um diese neuen Aktivitäten zu unterstützen sammelt Same Skies momentan Sachspenden in Form von Stoffen. Bitte kontaktieren Sie uns, falls Sie etwas abzugeben haben!

 

Wie bei unseren vorherigen Besuchen im Nest haben wir Kurse zur LehrerInnenweiterbildung durchgeführt, sowie dieses Mal einen Workshop zu interkultureller Sensibilität. All unsere Kurse sind speziell auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft abgestimmt, um optimale individuelle Unterstützung zu bieten.

 

Wir danken Ihnen allen herzlich für Ihr anhaltendes Interesse, Vertrauen und die Unterstützung, die Sie Same Skies und Refugee Learning Nest entgegen bringen. Vieles wurde bereits erreicht und durch Ihr Engagement für Menschlichkeit, Würde und Verwirklichung des Potenzials unserer Mitmenschen ermöglicht!

 

Herzlichen Dank nochmals für Ihre anhaltende Unterstützung!

Oktober 2015: 1 Jahr

Es ist ein Jahr her, seit Same Skies durch IHRE HILFE in der ersten Crowfunding-Kampagne eine Realität geworden ist, und dafür möchten wir uns aufrichtig bedanken!

 

September ist ein wichtiger Meilenstein für das Nest, sechs Monate sind vergangen, seit die Pforten geöffnet wurden. Während dieser Zeit hat das Team bemerkenswerte Fortschritte gemacht und bietet nun Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten für rund 40 Kinder und 20 Frauen an.

 

Das Selbstvertrauen und die Expertise der freiwilligen LehrerInnen ist deutlich gewachsen und die Führungsgruppe hat ihre Teamarbeit und Projektmanagement-Fähigkeiten weiter entwickelt.

 

Wir möchten allen Beteiligten für ihre enormen Anstrengungen für die Gemeinschaft gratulieren, und bedanken uns ganz herzlich für all die geleisteten Stunden freiwilliger Arbeit.

 

Wir freuen uns, dass das Nest einen Mietvertrag für weitere sechs Monate im gleichen Gebäude aber mit einem zusätzlichen Schulzimmer ausgehandelt hat. Ausserdem sind Eltern und andere Gemeindemitglieder daran, die Aussenfläche umzubauen, um geeigneten Platz für Sport und Spiel zu schaffen.

 

Mehrere Freiwillige aus der Gemeinschaft haben ausserdem angefangen, Training in Fussball und Kampfsportarten anzubieten.

 

Darüber hinaus ist Same Skies erfreut zu berichten, dass eine qualifizierte Lehrerin das Nest diesen Monat in unserem Namen besuchen wird, um Weiterbildungs-Workshops mit den Lehrpersonen durchzuführen und Kinderbücher auszuliefern.

Juni 2015: Same Skies besucht Refugee Learning Nest

Das Same Skies Team hatte im Juni die grosse Freude, Refugee Learning Nest persönlich zur Unterstützung zu besuchen. Wir waren sehr beeindruckt von der Einheit und Teamarbeit, welche die Männer und Frauen in ihrer Arbeit demonstrierten. Wir hatten die Gelegenheit, eine Reihe von Workshops zu verschiedenen Themen für die Freiwilligen durchzuführen, einschließlich LehrerInnenweiterbildung, Projektmanagement, Erste Hilfe, Schutz der Rechte von Kindern, Integration, sowie Umgang mit Feedback. Wir arbeiteten mit dem Team auch an der Entwicklung von Plänen und Strategien für eine nachhaltige Umsetzung der verschiedenen Aktivitäten.

Mai 2015: Refugee Learning Nest feiert Gründung mit offizieller Zeremonie

Refugee Learning Nest hat am 21. Mai eine formelle Einweihungsfeier abgehalten. Zu Gast waren der indonesische Dorfchef Herr Rukun Tetangga (RT) Haji Cucup & mit einem Freund, der Schulleiter und Mitglieder eines Partnerflüchtlingslernzentrums, Eltern und anderen Mitgliedern der Gemeinschaft. In dieser Eröffnungsfeier hat Herr Cucup die Gemeinschaft in einer Rede adressiert und seine Zufriedenheit bekundet. Er lobte all diejenigen, die Flüchtlinge während ihres Aufenthalts in Indonesien unterstützten. Es war ein erfolgreicher und glücklicher Tag für alle Beteiligten. Das Nest ist seinen Gästen und der Gemeinschaft dankbar. 

April 2015: Refugee Learning Nest öffnet die Türen

Same Skies kommuniziert mit grosser Freude, dass Refugee Learning Nest (das Nest) seit April informelle Bildung für 37 Kinder in drei verschiedenen Leistungsgruppen anbietet. Die Klassen werden von acht freiwilligen LehrerInnen aus der Flüchtlingsgemeinschaft betreut. Dies hat einen enormen Unterschied für die Kinder, sowie die Eltern gemacht! Das Engagement aller Beteiligten ist aussergewöhnlich. In der Vor-Primarklasse zum Beispiel konnten viele der SchülerInnen vor Beginn des Unterrichts nicht einmal Buchstaben des englischen Alphabets erkennen, geschweige denn lesen oder schreiben. Aber jetzt, nach kurzer Zeit, sind alle selbstsichere BuchstabiererInnen und erweitern ihren Wortschatz täglich.

 

Darüber hinaus hat das Nest Englischunterricht für Frauen eingeführt. Wir haben das Glück, ein Team aus kompetenten und fähigen weiblichen Freiwilligen gefunden zu haben, die ihre Fähigkeiten ständig erweitern, um diese Tätigkeit selbstständig durchzuführen.

 
Neben den Pausenaktivitäten hat das Team angefangen, Sporttraining für Kinder zu organisieren, darunter vor allem Fußballspiele, die eine hohe Popularität in der Gemeinschaft geniessen. Das Same Skies Team war besonders glücklich zu sehen, wie sich Mädchen und Frauen am Sport beteiligten, da dies für die meisten von ihnen in ihren Herkunftsländern nicht möglich gewesen wäre. Same Skies anerkennt, wie wichtig Sport und Spiele für das geistige und körperliche Wohlbefinden der Gemeinschaft sein können und hat sich dazu verpflichtet, zusammen mit der Gemeinschaft nachhaltige Lösungen zu finden, um regelmäßige Aktivitäten zu ermöglichen.
 

Des Weiteren betreibt das Nest zweimal wöchentlich Kunsthandwerkklassen für Frauen. Dabei werden die von Ihnen, unseren Freunden und UnterstützerInnen in verschiedenen Ländern, gespendeten Materialien verwendet. Die Frauen waren vor allem von den über 80 Stricknadeln und Häkelhaken verschiedener Arten beeindruckt, da diese für sie vor Ort teuer zu kaufen sind. Die ehrenamtlichen Instruktorinnen stellen einen sicheren Rahmen zum Austausch von Fähigkeiten und zur sozialen Interaktion für mindestens 20 Frauen zur Verfügung und arbeiten an einem nachhaltigen Plan in Bezug auf Finanzierung und Ressourcen.

 
Wir möchten Ihnen allen noch einmal ganz herzlich für Ihre anhaltende Unterstützung von Same Skies and Refugee Learning Nest danken!

Februar 2015: Same Skies besucht das Team in Indonesien

Same Skies war über die letzten Monate regelmässig mit den Freiwilligen in Kontakt, um Schwierigkeiten zu besprechen und das Projektdesign voran zu treiben. Das Same Skies Team ist im Januar/Februar erneut nach Indonesien gereist, um verschiedene Akteure zu treffen. Wir haben die Beziehungen zu Roshan Learning Center, zu Refugee Women Support Group Indonesia und zu anderen lokalen Akteuren gestärkt.
 
Same Skies hatte die grosse Freude, mehrere motivierte und enthusiastische Flüchtlingsfrauen kennen zu lernen, welche sich zukünftig auf freiwilliger Basis als informelle Lehrerinnen engagieren werden. Wir haben unseren ersten Workshop mit den Frauen durchgeführt und uns zudem beim Kochen traditioneller Speisen aus Pakistan besser kennen gelernt.
 
Die Freiwilligen haben sich auf den Projektnamen REFUGEE LEARNING NEST (das Nest) geeinigt. Sie werden bald ein Facebook-Profil und eine Emailadresse zur Kommunikation aufsetzen. Wie bereits erwähnt, wird das Zentrum für informelles Lernen, für den Austausch von unterschiedlichen Fähigkeiten und Informationen und für andere Gemeinschaftsktivitäten genutzt werden. Same Skies hat dem Team Sachspenden übergeben, darunter eine Nähmaschine, Materialien für Kunsthandwerk, Laptops, Bücher, Schreibwaren und andere Bildungsressourcen. Die Freiwilligen waren in den letzten Wochen sehr damit beschäftigt, den idealen Standort zu finden und sind momentan daran, den Mietvertrag abzuschliessen, sodass das Zentrum sehr bald eröffnet werden kann.
 
Same Skies hatte die grossartige Gelegenheit, mit lokalen KünstlerInnen in Jogjakarta für ein künftiges Projekt zum Thema Flüchtlinge zusammen zu arbeiten. Die indonesische Gruppe SURVIVE! wird ihre Kunst im März 2015 in Melbourne ausstellen. Same Skies nahm an einem Informationsworkshop mit einer Frage & Antwort Runde teil, um das Wissen und Verständnis für Flüchtlingsthemen in der indonesischen Kunstgemeinschaft zu stärken.
 
Wir sind immer wieder inspiriert und motiviert von den Talenten und der Widerstandsfähigkeit der Flüchtlinge und Asylsuchenden, mit denen wir zusammen arbeiten. Und wir sind gerührt von all der Unterstützung, den Ermutigungen und dem Mitgefühl, das uns entgegen gebracht wird. Herzlichen Dank an all diejenigen, die in den letzten Monaten beteiligt waren!

November 2014: Same Skies organisiert Konsultationsworkshops

Wir haben eine weitere Reise nach Indonesien abgeschlossen, wo wir uns mit bestehenden Akteuren getroffen und die Flüchtlingsgemeinschaft konsultiert haben.

 

Wir führten intensive Gespräche mit den Verantwortlichen eines bereits existierenden Lernzentrums für Flüchtlingskinder. Dies ist ein Projekt, das von der Gemeinschaft initiiert wurde und geleitet wird. Das Komitee stellte fest, dass Bedarf für ein zweites Zentrums in einem anderen Stadtteil besteht, um der Überbelegung ihres eigenen Zentrums entgegen zu wirken. Wir haben beschlossen, sehr eng zusammen zu arbeiten, und die Verantwortlichen haben uns ihre volle Unterstützung als MentorInnen zugesichert.

 

Darüber hinaus organisierten wir zwei Workshops, an der je 60 Flüchtlinge und Asylsuchende teilgenommen haben. Die Teilnehmenden definierten ihre Probleme und suchten nach möglichen Lösungen. Am Ende der Workshops wählte die Gemeinschaft 12 StellvertreterInnen, die den Aufbau eines zweiten Zentrums planen werden. Das Projekt wird von Freiwilligen geleitet werden, in erster Linie dem informellen Lernen für Kinder gewidmet sein und sich als zweite Priorität auf den Austausch von Fähigkeiten Erwachsener konzentrieren. Same Skies verpflichtete sich zur finanziellen Unterstützung von Miete und Anlaufkosten, die nicht von der Gemeinschaft getragen werden können. Wir werden zudem Kenntnisse und Fähigkeiten in Fundraising vermitteln, damit das Projekt nach einer bestimmten Zeit von der Gemeinschaft selbst getragen werden kann.

 

Es wurde keine Frist für die Eröffnung des Zentrums gesetzt und Same Skies hat den Freiwilligen empfohlen, alle Entscheidungen in Absprache und im Einklang mit den lokalen Gepflogenheiten und indonesischen Gesetzen zu treffen. Wir werden in den kommenden Monaten jederzeit unterstützend zur Seite stehen und bei Bedarf nach Indonesien zurückkehren.

Wir waren unglaublich beeindruckt und bewegt von den Fähigkeiten und der Motivation verschiedenster Personen, die wir während unseres Besuches kennen lernen durften. Darüber hinaus waren wir erfreut, erfolgreich Aktivitäten zu organisieren, die von einem hohen Grad an Partizipation gezeichnet waren und die Teilnehmenden befähigten, Verantwortung für die Stärkung ihrer eigenen Gemeinschaft zu übernehmen.

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